Juniorprofessur für Politische Soziologie

Die Mitarbeiter der Juniorprofessur für Politische Soziologie beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven die Verbindungen zwischen Politik und Gesellschaft. Im Zentrum des Interesses stehen die Einstellungen und das Verhalten politischer Akteure. Konkret wird etwa das Wahlverhalten bei Landtagswahlen, das Abweichen von Abgeordneten von der Fraktionslinie oder das Zustandekommen bestimmter Gesetzgebung im Bereich der Landwirtschaftspolitik untersucht. Dabei geht es immer auch um die Frage, inwieweit die jeweiligen Rahmenbedingungen – wie etwa die Berichterstattung der Medien oder das jeweilige Wahlsystem – bestimmte Sichtweisen bzw. Verhaltensmuster befördern.

Forschungsschwerpunkte der Professur liegen aktuell zum einen in der vergleichenden Untersuchung des legislativen Verhaltens von Abgeordneten in europäischen Parlamenten. Dabei werden insbesondere entlang parlamentarischer Debatten Ursachen und Konsequenzen innerparteilicher Machtverhältnisse untersucht. Zum anderen stehen die Agrarpolitik und die Politik zur Entwicklung ländlicher Räume im Fokus der Analysen. Ausgangspunkt sind hier nicht zuletzt die spezifischen Herausforderungen, die sich in Vorpommern stellen. Darüber hinaus untersuchen wir einzelne Elemente des politischen Wettbewerbs in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Politik im Ostseeraum.

Lehrveranstaltungen bieten die Mitarbeiter der Professur insbesondere in der politikwissenschaftlichen Methodenausbildung sowie im Themenfeld „Politik in Deutschland“ an. Darüber hinaus werden von der Professur regelmäßig Veranstaltungen für Lehramtsstudierende angeboten.