Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte

Der Lehrstuhl vertritt das politikwissenschaftliche Gebiet der Politischen Theorie und Ideengeschichte. Die Arbeitsschwerpunkte – systematisch wie ideengeschichtlich – liegen in den Bereichen der Demokratietheorie, der Verfassungstheorie sowie der Internationalen Politischen Theorie (IPT). Forschung und Lehre sind von dem Verständnis geleitet, dass es sich bei politischer Theorie um ein praxisorientiertes Unternehmen handelt, dessen Kernthema das legitime Regieren ist. Aktuelle Forschungsthemen der Professur sind die Desintegration multilateraler Ordnungen (z.B. Austritte aus internationalen Verträgen) und die digitale Transformation der Demokratie, insbesondere die Rolle von Big Tech.


Aktuelles

Neues Buch: Politische Theorie zur Einführung

Neuerscheinung bei Junius:Politische Theorie zur Einführung

Wir leben in einer Zeit fundamentalen politischen Umbruchs, in der alte Gewissheiten über das legitime Regieren schwinden. Die politische Theorie versucht, solche Entwicklungen zu erfassen, zu beurteilen und zu überdenken – und befindet sich somit selbst stets im Wandel. In diesem Band werden Grundbegriffe der politischen Theorie wie Herrschaft, Legitimität und Demokratie anhand aktueller politischer Ereignisse, Probleme und Konflikte erläutert. Lässt sich angesichts rassistischer Polizeigewalt sagen, dass der Gesellschaftsvertrag gebrochen wird? Ist es Ausdruck einer Legitimationskrise, dass viele US-Bürger*innen an Trumps Mär der »gestohlenen Wahl« glauben? Und was ist davon zu halten, wenn Viktor Orbán behauptet, auch ein illiberaler Staat könne eine Demokratie sein?

Eine kurze Leseprobe gibt es hier

Neuerscheinung: The Oxford Handbook of Constituent Power

Cover des Oxford Handbook of Constituent Power

Neu erschienen: Das Oxford Handbook of Constituent Power, herausgegeben von Peter Niesen, Markus Patberg und Lucia Rubinelli (OUP 2026). 

 

In sechzig Kapiteln erkundet das Handbuch neue Wege in der Ideengeschichte verfassunggebender Gewalt bzw. konstituierender Macht (Teil I); entwickelt den Begriff systematisch im Verhältnis zu benachbarten Konzepten wie Souveränität (Teil II); untersucht die Rolle und Bedeutung verfassunggebender Gewalt im Kontext verschiedener Polity-Typen, einschließlich internationaler Institutionen wie der Europäischen Union und der Vereinten Nationen (Teil III); analysiert die vielfältigen Erscheinungsformen konstituierender Macht in Bezug auf Praktiken und Akteure, die von revolutionärer Gewalt bis hin zu Bürgerversammlungen reichen (Teil IV); und befasst sich mit neuen Herausforderungen und Entwicklungen wie der präfigurativen Politik von Protestbewegungen oder der Zuschreibung konstituierender Macht an die Natur (Teil V).