Dr. Ulrich Hartung

Post-Doc-Stipendiat

Stipendiat an der Juniorprofessur für Politische Soziologie (Theoria)
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, Raum 3.39
Tel.: +49 3834 420 3171
Fax: +49 3834 420 3153

ulrich.hartunguni-greifswaldde

Sprechzeit:
nach vorheriger Vereinbarung per Mail

Vita

2019 – heute                  

Postdoktorand am Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaften, Universität Greifswald

Projekt: Das Management von Extremwetterereignissen in der Land- und Forstwirtschaft: Eine komparative Analyse der Bundesländer (gefördert vom Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramm zur Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2017-2020)

2015 – 2019                

Promotion in Politischer Wissenschaft, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Universität Heidelberg

Dissertation: Multi-level Regulation of Agricultural Biotechnology: Determinants and Actor Strategies in Germany (gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück)

2018                                 

Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg

2015                                 

Akademischer Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg

2012 – 2014                   

Master of Arts in Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg

Thesis: Der deutsche Atomausstieg: Eine langfristige Analyse anhand des Advocacy Coalition Framework

2009 – 2010                   

Erasmus, Universität Zürich

2008 – 2012                   

Bachelor of Arts in Politikwissenschaft, TU Darmstadt

Thesis: Die Energiewende auf lokaler Ebene: Analyse einer Politikentscheidung anhand des Multiple-Streams-Ansatzes

Forschungsprojekte

Projekt: Das Management von Extremwetterereignissen in der Land- und Forstwirtschaft: Eine komparative Analyse der Bundesländer (seit 2019)

Das Projekt untersucht welche Instrumente die Bundesländer favorisieren, um die Fähigkeiten land- und forstwirtschaftlicher Betriebe zu erhöhen, damit diese sich regional auftretenden und kaum vorhersagbaren Extremwetterereignissen besser anpassen können. Neben der Entwicklung eines passgenauen funktionalistischen Erklärungsansatzes liegt der Fokus des Forschungsprojektes auf der Erklärung der Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des geeigneten Managements von Extremwetterereignissen in der Land- und Forstwirtschaft.

 

Dissertation: Multi-level Regulation of Agricultural Biotechnology: Determinants and Actor Strategies in Germany (2015-2019)

Die kumulative Dissertation besteht aus vier Studien, die jeweils zur Untersuchung der Regulierung landwirtschaftlicher Biotechnologie im EU-Mehrebenensystem und speziell in Deutschland beitragen. Sie untersucht regulatorische Aktivitäten auf lokaler Ebene und konzentriert sich dabei auf die Gründe deutscher Städte und Gemeinden, den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu verbieten. Zudem wird analysiert, ob und warum die Bundesländer GVO-Regulierungen eingeführt haben oder ob sie Symbolpolitik betrieben, um ihren Wahlerfolg zu maximieren. Ferner wird untersucht, aufgrund welcher (strategischen) Erwägungen sich regionale und nationale Parteien nicht hinsichtlich GVO positionieren. Schließlich werden die Faktoren analysiert, die den ‚venue choices‘ des Biotech-Unternehmens Cibus zugrunde liegen, welches die Deregulierung von neuen Züchtungstechniken (NPBTs) in der EU anstrebte, um sein neu modifiziertes Saatgut an EU-Landwirte zu verkaufen.

Publikationen

Hartung, U. (2020): Inside-lobbying on the Regulation of New Plant Breeding Techniques in the European Union. Review of Policy Research.doi.org/10.1111/ropr.12366

Hartung, U. (2020): Multi-level Regulation of Agricultural Biotechnology: Determinants and Actor Strategies in Germany. Dissertation. Universitätsbibliothek Heidelberg. https://doi.org/10.11588/heidok.00027616

Hartung, U. (2019): Why Parties Take Neutral Positions on Policy Issues: Insights from the German Christian Democratic Union. German Politics. doi.org/10.1080/09644008.2019.1667978

Tosun, J./Hartung, U. (2019): Decentralising competences in multi-level systems: Insights from the regulation of genetically modified organisms, in: Däubler, T./Müller, J./Stecker, C. (eds.): Democratic Representation in Multi-level Systems. The Vices and Virtues of Regionalisation. West European Politics Series, 256-279.

Hartung, U./Schaub, S. (2018): The regulation of genetically modified organisms on a local level: Exploring the determinants of cultivation bans. Sustainability 10 (10), 3392; https://doi.org/10.3390/su10103392

Thiele, J./Hartung, U./Tosun, J. (2018): Wer steuert die Verkehrswende? Eine Analyse von Parteipositionen und Regierungshandeln. Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht 41(3), 356–384.

Tosun, J./Hartung, U. (2018): Decentralising competences in multi-level systems: Insights from the regulation of genetically modified organisms. West European Politics, 41, 803–823. https://doi.org/10.1080/01402382.2017.1395253

Hartung, U./Hörisch, F. (2018): Regulation vs Symbolic Policy-Making: Genetically Modified Organisms in the German States. German Politics, 26, 380–400. https://doi.org/10.1080/09644008.2017.1397135

Tosun, J./Hartung, U (2017): Wie „grün“ wurde die Agrar- und Verbraucherpolitik unter Grün Rot?, in: Wurster, S./Hörisch, F. (eds.): Das grün-rote Experiment. Eine Bilanz der Landesregierung Kretschmann. Wiesbaden: VS Verlag.

Lehrtätigkeit

Sommer 2018                

MA-Seminar: Präsentation Forschungsergebnisse         

Sommer 2015                

MA-Seminar: Präsentation Forschungsergebnisse

BA-Seminar: Regieren in der BRD von 1949 bis heute

BA-Seminar: Sozialpolitik im internationalen Vergleich