Dipl.-Theaterwiss. Hedwig Golpon

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft
Bahnhofstraße 51 (1. OG), Raum II
Tel.: +49 3834 420 3413
Fax: +49 3834 420 3434
golpon(at)uni-greifswald(dot)de


Sprechzeit im Wintersemester 2017/18:

nach Vereinbarung per email

Sprechzeit in der vorlesungsfreien Zeit:
nach Vereinbarung per email

Hedwig Golpon lehrt in der Kommunikationswissenschaft und in der Medizinischen Psychologie unter anderem in den Bereichen Körper- und Stimmtraining, Kommunikations- und Rhetoriktraining und Performative Recherche. Sie ist außerdem Gründerin und langjährige Leiterin des Studententheaters und arbeitet an eigenen Inszenierungen, Projekten und Workshops.

Vita

Seit 1999
Lehrende in den Kommunikationswissenschaften, Körpersprachliche Kommunikation und Spezielle Rhetorik, Uni Greifswald. Gründung/langjährige Leitung des Studententheaters, zahlreiche Produktionen. Eigene künstlerische Programme. Zahlreiche Workshops und Lehraufträge im nebenberuflichen Bereich.


1995 – 1998
Entwicklung, Erprobung und Evaluation des Modellstudiengangs Darstellendes Spiel, Mecklenburg-Vorpommern, Uni Greifswald.

1990 – 1994
Dozentin für Theaterpädagogik, Lingen/Ems, Inszenierungen im Off-Theater, Musicalinszenierungen im Internationalen Studentensommer.

 

1989
Theaterwissenschaften, Theaterhochschule Leipzig, Regieinstitut Berlin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Leitung/ Inszenierung Kinder- und Jugendtheater, Schwerin, Berlin.

 

1970
Lehrerstudium.

Übungen/Seminare in der Kommunikationswissenschaft
Interpretations- und Gestaltungsübung im Proberaum des Studententheaters
Training und Auftrittsübung in der Turnhalle

Körper- und Stimmtraining (Basismodul)
„Überzeugend in Körper und Stimme“ – Verbesserung der Eigenkompetenzen im Sprechen und Auftreten

Wir fragen uns: Welche Faktoren beeinflussen unsere Selbstsicherheit, Fachkompetenz und unsere soziale Kompetenz in Auftrittssituationen? Wie können wir präsent, klar und verständlicher werden?

Das Zusammenspiel von Körper, Atmung und Stimme zu erleben, das ganze Spektrum der klanglichen Äußerungen anzusprechen, das Instrumentarium herauszufordern, das Ausdruckspotential zu verbessern, heißt, präsenter auftreten zu lernen.
Die Resonanzräume auszuschöpfen und die Stimme voll und variabel zu entfalten, heißt, anzukommen, mit dem, was man zu sagen hat.
Körpersprache deutlicher wahrzunehmen, seine Rede gestalten zu lernen, heißt, erfolgreicher sprechen zu können.

Das Training ist bewegungsintensiv und setzt deshalb eine lockere Bereitschaft und gemütliche Kleidung voraus.


Präsentations- und Kommunikationstraining (Basismodul)
Gestalten und Aufführen


Dieser Kurs baut auf dem Grundkurs „Überzeugend in Körper und Stimme“ auf. Die teilnehmenden Studierenden, wählen gemeinsam ein alle interessierendes politisches Thema, das auf besondere Weise erforscht und dargestellt werden soll. Es werden wichtige Bestandteile (Vorbereitung, Ziel, individuelle Recherche, entsprechende Struktur, Dramaturgie, Stilmittel) einer Präsentation erarbeitet und unterschiedliche Präsentationsideen entwickelt und ausprobiert. Dabei helfen Übungen, sich überzeugend in Körper, Stimme und Text darstellen und entsprechende Mittel einbeziehen zu können. Der Kurs schließt mit einer Präsentation vor Publikum im Januar ab.
Die Veranstaltungen finden zumeist in den Räumen des Studententheaters statt, denn hier bietet sich Platz für Körper- und Stimmarbeit und für Auftrittsübung. Am Schluss des Seminars werden die Übungen auch in Seminarräumen und in Hörsälen durchgeführt, um die Räume zu erobern und ihre Wirkung zu erfahren.

 

Entwicklung rhetorisch-kommunikativer Eigenkompetenzen (Mikromodul)

Wer Kommunikation trainiert, muss selbst wahrhaft anregend und kommunikativ sein.
Studierende mit der Absicht, künftig als TrainerInnen und ReferentInnen im „Kommunikations- und Rhetoriktraining“ tätig zu sein, entwickeln in dieser Veranstaltung ihre rhetorisch-kommunikativen Eigenkompetenzen. Wer Rhetorik lehrt, muss rhetorische Strukturen und Grundmodelle beherrschen und anwen­den können. In einer Mischung aus Hospitation und eigenen Trainingseinheiten erwerben sich die Studierenden Grundkompetenzen in der Anleitung von Trainings, probieren sich methodisch aus und legen ein Übungsrepertoire an.

Dieses Seminar bildet eine bewusst-sensible Wahrnehmung für körpersprachli­che Signale und situative Einflüsse in kommunikativen Zusammenhängen heraus.

Unter dem Aspekt, interaktive Lehr- und Trainingsprozesse lei­ten, sowie gruppendynamische Einflüsse bewältigen zu lernen, werden praktische und methodisch-theoretische Kompeten­zen entwickelt.

Weiterhin werden Fragen der Eigen- und Fremdreflexion behandelt: Was ist 'kommunikative Eigenkompetenz' und welche Bedeutung hat sie für uns und die anderen? Wie sehe ich mich selbst; wie sehen mich die anderen? Wie sehe ich die anderen? Welche Faktoren beeinflussen unsere Selbstsicherheit, Fachkompetenz und unsere soziale Kompetenz in kommunikativen Situationen? Wie können im Sinne kooperativer Interaktion gemeinsame Ziele und Ergebnisse besser realisiert werden?

Dieses Seminar korrespondiert eng mit der Veranstaltung "Methodisch-didaktische Erarbei­tung von Lehr- und Trainingseinheiten zu kommunikationswissenschaftlichen und rheto­rischen Themen" von Klaus - J. Grothe.

Bisherige Lehrtätigkeit
Dozentin in der Fortbildung beim Landesverband Spiel und Theater in Magdeburg: Grundlagenseminar und Aufbaukurs in theaterpädagogischer Spielleitung – Praktische Dramaturgie und Regie
Lehrbeauftragte an der Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft, Pforzheim: Überzeugend in Körper und Stimme
Lehrbeauftragte an der Hochschule für Steuerrecht, Ludwigsburg: Gute Seminarvorträge halten – Sprecherziehung
Lehrende in der Hochschuldidaktik in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern: Gestaltete Sprache und Präsentationsdramaturgie
Lehrbeauftragte an der Humboldt-Universität , Careercenter Berlin: Öffentlich Sprechen
Hochschule für Musik und Theater Rostock, Theaterpädagogische Konzepte
Publikationen

Diplomarbeit: Der Weg vom Rollenspiel der Gruppe zur Darstellung in einer Aufführung vor Zuschauern, Beschreibung eines Kommunikationsmodells, das die Improvisation bis in die Aufführung hinein erhalten kann, Leipzig 1989

Zwischen Anspruch, Legitimation und Praxis, Ein erzählendes Interview zur Geschichte einer theaterpädagogischen Arbeit in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Materialien zur 6. Bundestagung Theaterpädagogik 1991 in Lingen, Geschichte(n) der Theaterpädagogik. In: Korrespondenzen. Zeitschrift des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V., 1991

Visionen und Perspektiven der Theaterpädagogik [Redaktion] In: Korrespondenzen. Zeitschrift des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V., 1996, Heft 3

Darstellendes Spiel in Lehramtsstudiengängen an deutschen Hochschulen. Auf dem Wege zu einem eigenständigen Fach. Broschüre, 1997

Darstellen und Gestalten, Golpon/Prinz, Schibri-Vlg. 1999

Wörterbuch der Theaterpädagogik, Stichwort: Kommunikation, Schibri-Vlg. 2003

Watch out for Life! Performative Recherche als künstlerische Intervention in den Lebensalltag, Golpon/Roth. In: Korrespondenzen, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 2005, Heft 48, S. 56-62

Theater und Lehre – Was lehrt uns das Theater? In: Dialog 14, Mai 2006, Ludwigsburg, S. 19-21

Alles Simulanten - Praxisorientierte Anwendung. In: Bühne frei für Forschungstheater: Theatrale Inszenierungen als wissenschaftlicher Erkenntnisprozess, Bühlow-Schramm / Gipser / Krohn (Hrsg). Oldenburg: Paulo Freire Vlg. 2007

Alles falsch - Performing Arts in Medicine. In: Bühne frei für Forschungstheater: Theatrale Inszenierungen als wissenschaftlicher Erkenntnisprozess, Bühlow-Schramm / Gipser / Krohn (Hrsg). Oldenburg: Paulo Freire Vlg. 2007

Stimme-Körper-Sprache, Ideen und Übungen für eine Präsentationsdramaturgie des Hochschulunterrichtes. In: Neues Handbuch Hochschullehre, Raabe-Vlg. 200

Künstlerische Produktionen (Auswahl)

Schwerin, Kinder- und Jugendtheater:

  • Hans Sachs, Schwänke
  • "Klasse 10 b", szenisch-musikalische Collage
  • "Fahnenspiele", Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Ideologie, Collage
  • "Giordano Bruno", szenisch-musikalische Collage

Berlin, Kinder- und Jugendtheater:

  • "P 13", Collage
  • "Die verliebte Hexe", musikalisches Ensembleprogramm
  • "Prinzessin Zartfuß und die 7 Elefanten" nach Albert Wendt
  • "Extrablatt", Ensembleprogramm zur 750-Jahrfeier Berlin

Lingen/Coesfeld, Ausbildung Theaterpädagogin

  • "Die 7 Todsünden der Kleinbürger", Brecht-Projekt, Akademie Spiel und Theater
  • "Am seidenen Faden", Vernissage und Performance
  • "Gar'de - Schach der Dame", literarisches Konzert
  • "Mokke", Stück für Kinder und Eltern

Magdeburg

  • Europäisches Musicalprojekt "no name", "Courage" im Studentensommer 1992/93/94

Greifswald, Studententheater

  • Schule mit Clowns
  • Zwischen menschlicheN Beziehungen
  • Was? Wir Helden? – Klassik-Experiment
  • FrechSachs und BrechTmittel
  • Max und Milli
  • Gamlet (frei nach Shakespeare)
  • Die Physiker – Theater im Klassenzimmer
  • Jeppe vom Berge, L. Holberg, Dänisches Volkstheater

Eigene Programme

  • SurabayJAjohnny! Brechtliederabend (Gesang&Klavier)
  • Das ist gefährlich! Brechtliederabend (Gesang&Klavier)
  • Die lodert, zischt und raucht! Song-Programm (Gesang&Klavier, Gitarre, Akkordeon)

Einige theaterpädagogische Projekte...

  • ...in Zusammenarbeit mit dem Institut für Slawistik, dem Theater Vorpommern, dem Präventionsrat und der Hansestadt Greifswald

Projektinformationen zum Download

Schicht C

Ein künstlerisches Projekt im Zusammenwirken mit dem Theater Vorpommern zur jüngsten Geschichte Greifswalds und des ehemaligen Kernkraftwerks „Bruno Leuschner“ Lubmin.

Performing Life

Site Specific Performance as a Means for Active Citizenship.